Classic Cars: Diese Autos werden 2018 zum Oldtimer

Was haben viele VW Passat, Opel Kadett & 5er BMW Modelle, die 1988 gebaut wurden, gemein? Sie feiern 2018 runden Geburtstag und haben nun die Chance zum Oldtimer zu werden. Wirkaufendeinauto.at gratuliert zum 30sten.

07.06.2018

Vom Youngtimer zum Oldtimer in 2018

Ab dem 30sten Geburtstag haben einige Fahrzeuge in Österreich die Möglichkeit, das H-Kennzeichen zu erhalten. Damit gelten sie offiziell als Oldtimer. Weitere Voraussetzungen hierfür sind, dass die Fahrzeuge gemäß des Kraftfahrgesetzes (KFG) historisch erhaltungswürdig und nicht zur ständigen Verwendung bestimmt sind. Darüber hinaus müssen die Autos im guten Originalzustand erhalten und in der vom Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie approbierten Liste der historischen Kraftfahrzeuge eingetragen sein. Viele Sport- und Sondermodelle erreichen im Jahr 2018 den Status als historisches Kraftfahrzeug. Wirkaufendeinauto.at stellt Ihnen die wichtigsten Modelle vor.

Laut §2 Ziffer 43 des Kraftfahrgesetzes (KFG) sind historische Kraftfahrzeuge erhaltungswürdige, nicht zur ständigen Verwendung bestimmte Fahrzeuge, die in der verkehrsministeriell approbierten Liste erscheinen.

1. Baujahr 1988: Diese 13 Modelle werden dieses Jahr 30

Fahrzeuge wie der VW Corrado und Audi V8 beweisen, dass 1988 nicht nur das Todesjahr von Enzo Ferrari war. Gleichzeitig ist es das Geburtsjahr revolutionärer Automodelle verschiedener Preisklassen und Hersteller. BMW hat 2018 zwei 30ste Geburtstage zu feiern. Dasselbe gilt für Opel und VW, aber auch für Modelle von Herstellern wie Porsche, Peugeot und Renault.

VW

Corrado G60

  • Leistung: 118 kW/160 PS
  • Richtpreis: 9.500 Euro

Passat B3

  • Leistung: 100 kW/136 PS
  • Richtpreis: 2.900 Euro

Jaguar

XS 5.3 Cabriolet

  • Leistung: 217 kW/295 PS
  • Richtpreis: 24.200 Euro

BMW

M5

  • Leistung: 232 kW/315 PS
  • Richtpreis: 24.400 Euro

M3 (E30) Evolution II

  • Leistung: 162 kW/220 PS
  • Richtpreis: 69.000 Euro

Audi

V8

  • Leistung: 184 kW/250 PS
  • Richtpreis: 9.500 Euro

Mercedes

190 E 2.5-16V

  • Leistung: 150 kW/204 PS
  • Richtpreis: 22.700 Euro

Ford

Sierra Cosworth

  • Leistung: 150 kW/204 PS
  • Richtpreis: 19.600 Euro

Opel

Vectra A 2.0i

  • Leistung: 85 kW/115 PS
  • Richtpreis: 2.500 Euro

Kadett 2.0i GSi 16V

  • Leistung: 115 kW /156 PS
  • Richtpreis: 23.000 Euro

Renault

R 19

  • Leistung: 54 kW/73 PS
  • Richtpreis: 1.800 Euro

Porsche

928 S4 Clubsport

  • Leistung: 235 kW/320 PS
  • Richtpreis: 29.200 Euro

Peugeot

405 Break GLD/GRD

  • Leistung: 47 kW/64 PS
  • Richtpreis: 2.100 Euro

BMW M3 & Jaguar XJS – die Geheimtipps unter den 88er-Oldtimern

Revolutionär waren die neuen Oldtimer in ihrem Geburtsjahr alle. Der V8 war Audis erster Achtzylinder der Oberklasse: eine Kombination aus Hobbysportwagen und Luxuslimousine. VW sorgte unterdessen mit dem Raumwunder Passat B3 für Aufsehen: einem Vierventiler ohne den typischen Kühlergrill. Bei Opel wurde der Ascona-Nachfolger Vectra A in Form einer viertürigen Limousine zur selben Zeit zum erfolgreichsten Mittelklassewagen vor Insignia. Der Kadett schlug mit hochgerüstetem Zweilitermotor den Golf GTI und Peugeot feierte den Laufwiderstand seiner Break-Version.

Trotz dieser Erfolgsgeschichten bezeichnen Experten zwei andere Fahrzeuge aus dem Jahr 1988 als Geheimtipp unter den neuen Oldtimern. Die Rede ist vom Jaguar XJS 5.3 Cabriolet und dem BMW M3 Evolution II. Letzterer gilt wegen der limitierten Auflage als Rarität und ist deshalb ein Sammlerstück. Da kann nicht einmal der 5er BMW E34 mithalten: ein Liebhaberauto mit Reihensechszylinder, Laufruhe und einer Spitze von 250 km/h, das in sechs Sekunden auf 100 km/h schießt.

BMW produzierte exakt 500 Fahrzeuge des Sondermodells M3 Evolution II.

Dass Experten auch für das XJS Cabriolet hohe Wertsteigerungen erwarten, liegt nicht an begrenzten Stückzahlen. Die Convertible-Version des XJS-Coupés ist ein 5,3-Liter-Zwölfzylinderauto, das dank sanft abgefedertem Fahrwerk besonderen Luxus verspricht. Obwohl Reparaturen kostspielig sind, bewegt sich der heutige Richtpreis für den Sportwagen unter dem des E-Typen. Bei Bedarf finden Sie unter den 88er-Oldtimern sogar einen zweiten Luxussportwagen: das Transaxle-Sondermodell Porsche Clubsport, das mit 320 PS für unglaublich schnellen und großen Fahrspaß sorgt.

Massentauglich – die neuen Classic Cars von Peugeot & Renault

Das Gesetz erlaubt Ihnen die Bewegung historischer Fahrzeuge an maximal 120 Tagen pro Jahr. Sie verpflichten sich zur Aufzeichnung aller Fahrten und gewähren der Behörde Einblick in Ihre fahrtenbuchähnliche Dokumentation.

Dass Oldtimer kein unbezahlbares Hobby sein müssen, beweist der günstige Richtpreis für den Renault R9 und die Break-Version des Peugeot 405. Beide gelten vielleicht nicht als Oldtimer-Geheimtipps, markieren aber im Hinblick auf den Preis die untere Schiene der neuen Klassiker und liegen deshalb in jedem Budget.

1988 war der Golfkonkurrent R9 ein dreitüriges Designerstück, dessen Karosserie den Händen des italienischen Star-Designers Giugiaro entstammte. Dank möglicher Laufleistungen von bis zu 300.000 Kilometern überzeugte Ende der 80er auch die Kombiversion des aerodynamischen 405er Peugeot. Das gilt insbesondere für das Roland-Garros-Modell in Grün-Metallic, dessen Innenausstattung aus hellem Leder besteht.

Wie der Break und der R9 stellt sich auch die Opel Vectra A-Version zu relativ günstigen Richtpreisen vor. Der frontgetriebene Mittelklassewagen in solider Stufenheckbauweise war und ist ein Erfolgsmodell, das sich auch Normalverdiener leisten können.

Zögern Sie bei Kaufinteresse an Oldtimern nicht: Investementexperten gehen davon aus, dass die Geldanlage in Sachgegenstände wie Autos im Inflationszeitalter immer beliebter wird.

2. Breit gestreute Preispalette für die „neuen Alten“

Insgesamt bewegt sich fast die Hälfte aller Oldtimer mit Baujahr 1988 unter der 10.000-Euro-Marke: darunter Klassiker wie die VW-Modelle. 1988 entstand beim Osnabrücker Karosseriebauer Karmann das erste VW-Coupé Corrado G60. Das Kürzel stand damals für den innovativen G-Lader: einen mechanischen Spirallader, der dem Motor im Vergleich zum Vorgänger Scirocco per Luftverdichtung höhere Leistung ermöglichte. 8,5 Sekunden brauchte das Sportcoupé auf der Basis des Golf II, um bei einer Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h auf 100 km/h zu beschleunigen.

Der Ford Sierra Cosworth schafft es anders als die genannten Autos nicht unter die 10.000 Euro. Zumindest ist die viertürige Limousine unter 20.000 Euro zu haben und schießt als Weiterentwicklung des Sierra-Basismodells bei einer Spitze von 242 km/h in 6,4 Sekunden auf 100 km/h. So viel Wert das damals war, so sehr kann sich diese Leistung für einen Oldtimer noch heute sehen lassen.

Mehr als 20.000 Euro kostet Sie der Mercedes 190 E 2.5-16V: der Klimax des Baby-Benz in Form eines sportverkleideten Mittelklassewagens mit Spoilern und Schwellern. 1988 beeindruckte das Modell mit einem Brennkammervolumen von 2,5 Litern und insgesamt 16 Ventilen. Sie besitzen diesen oder einen anderen der genannten Oldtimer? Dann heißt es viel Spaß, wenn Sie den 30sten Geburtstag Ihres Autos 2018 auf einem Oldtimer-Event feiern.

3. Keine Dieselkrise für erhaltungswürdige Oldtimer

Bei der Zulassung klassifizieren Sie alte PKW als historisches Fahrzeug oder Gebrauchtfahrzeug. Letztere erhalten in Österreich trotz Abgasdiskussion die Genehmigung zur ständigen Verwendung, solange sie vor den entsprechenden Regelungen erstzugelassen waren.

Falls Sie einen der neuen Oldtimer besitzen, berechtigt Sie das zur Beantragung des steuerbegünstigten H-Kennzeichens. Das hat für Sie vor allem einen Vorteil: Historische Fahrzeuge mit einer europäischen Erstzulassung vor dem 1. Juli 2008 sind nicht von der CO2-Steuer betroffen. Das seitdem neben der Normverbrauchsangabe gültige Bonus-Malus-System fordert für Fahrzeuge mit CO2-Emissionen ab 180 Gramm pro Kilometer einen 25 Euro hohen Malus pro Gramm.

“Nicht betroffen von der Bonus-Malus-Regelung sind Gebrauchtfahrzeuge, die vor dem 1. Juli 2008 im übrigen Gemeinschaftsgebiet der EU zugelassen waren. Damit kann man viele Liebhaberfahrzeuge wesentlich günstiger kaufen.” - Elisabeth Brandau (ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin)

Sofern Ihr Fahrzeug das H-Kennzeichen trägt, entzieht es sich nicht nur der Malus-Regelung. Auch die Einfahrt in Umweltzonen steht Ihnen mit einem Oldtimer zu – so zumindest bei sporadischen Fahrten. Mehr zum historischen Kennzeichen erfahren Sie hier.

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