Das Seniorenauto 2018 – wir informieren über Kriterien und Merkmale

Mobilität hat einen hohen Stellenwert. Mit zunehmendem Alter wird das „Mobil sein“ noch wichtiger. Ein Beweis dafür sind steigende Verkaufszahlen älterer Zielgruppen.

22.05.2018

Seniorenauto 2018

Klassische und vergleichsweise kostengünstige Automarken gibt es viele. Inzwischen lässt sich bei einigen österreichischen Autohändlern jedoch ein Trend erkennen, der sich von den kostengünstigeren Autokäufen junger Generationen wegbewegt. Geschuldet ist dies einer älteren Zielgruppe. Je teurer der Wagen einer hochwertigen, luxuriösen Automarke, umso älter sind meist die Autokäufer. Allerdings hat noch nicht die gesamte Auto-Branche dieses große Potential erkannt. So gibt es beim Thema „Beratung für Senioren“ aktuell noch nicht den gleichen Umfang wie für jüngere Autokäufer, die mit einem klaren „Nutzerprofil“ ins Geschäft kommen.

1. Alltagstauglichkeit, Fahrspaß und Komfort – Was sollte das ideale Seniorenauto können?

Um Ihnen die Suche nach einem passenden Automobil auf dem österreichischen Markt zu erleichtern, haben wir eine Übersicht zu verschiedenen Kriterien zusammengestellt. So finden Sie ein Seniorenauto, das sowohl alltagstauglich ist als auch Komfort und Fahrspaß bietet. Statistiken zeigen, dass der Großteil an Neuwagen in Österreich wie auch in anderen Ländern von einer älteren Zielgruppe erworben wird. Damit das Auto aber tatsächlich für eine ältere Zielgruppe geeignet ist, sollte es folgende Ansprüche erfüllen:

  1. Der Fahrkomfort: Bequeme Einstiegshöhe und angenehme Sitzposition

    Ein neuer PKW muss ein bequemes und problemloses Ein- und Aussteigen gewährleisten. Eine komfortable Sitzhöhe liegt bei circa 60 Zentimetern. Die Tür sollte sich weit öffnen lassen und genügend Platz zum Einsteigen bieten. Steigt die A-Säule der Karosserie möglichst steil an, verbessert dies den Komfort.

    Leiden Sie an Rückenproblemen oder haben Sie vermehrt Nackenschmerzen, verzichten Sie in jedem Fall auf ein 3-türiges Seniorenauto. Ein 5-Türer bietet hier viel mehr Komfort beim Ein- und Aussteigen – ohne Kopfeinziehen und krummen Rücken.

    Es ist von Vorteil, wenn die Sitze in Höhe und Neigung verstellbar sind und der Anschnallgurt ebenfalls variierend angepasst werden kann. Damit Sie bequem fahren, empfiehlt sich eine aufrechte Sitzposition und ein Abstand von 30 Zentimetern zum Lenkrad.
  2. Der Aufbau: Struktur und Ordnung sind wichtig für ein schnelles Zurechtfinden

    Das Auto sollte es Ihnen problemlos und ohne große Ablenkung ermöglichen, die Klimaanlage einzuschalten, Bedienelemente umzuprogrammieren oder den Schalthebel zu betätigen. Diese Instrumente müssen übersichtlich angeordnet und verständlich zu handhaben sein. Die Assistenzsysteme sollten eine Hilfestellung bieten und nicht überfordern. Ein weiterer Aspekt ist die Breite der C-Säule. Diese sollte für eine gute übersichtliche Struktur im PKW möglichst schmal sein. Je schmaler sie ist, desto besser.

  3. Die Sicherheit: Sensoren und Kameras zum Schutz sowie zur besseren Fahrzeugkontrolle

    Ein wichtiger Sicherheitsaspekt im Seniorenauto sind die Sensoren und Kameras. Wenn Sie sich nicht mehr gut umdrehen können, um zum Beispiel den Schulterblick zu machen, verlieren Sie schnell die Übersicht. Dann hilft ein Toter-Winkel-Assistent dabei, den toten Winkel einzusehen oder eine Rückfahrkamera, um rückwärts in eine Parklücke zu fahren.

2. Die 10 besten Automobile für Senioren

Die folgende Aufzählung zeigt eine Auflistung der Automobile, die nach den oben genannten Kriterien am besten für Senioren geeignet sind.

  1. Skoda Octavia
  2. VW Tiguan
  3. VW Bus
  4. Renault Megane
  5. Hyundai Tucson
  6. VW Touran
  7. BMW X1
  8. VW Caddy
  9. Opel Mokka
  10. Ford Kuga

In dieser Auflistung wurden die Klein- und Kompaktwagen nicht aufgeführt, da diese Modelle weder den räumlichen Komfort noch die ideale Einstiegshöhe für Senioren bieten. Des Weiteren werden die Kompaktwagen hauptsächlich als 3-Türer angeboten und sind keine gute Wahl für Menschen mit Rückenleiden oder Schmerzen im Nackenbereich.

Eins haben alle Modelle gemein: Die Fahrzeuge bieten eine große Anzahl praktischer Assistenzsysteme sowie damit einhergehend einen sehr hohen Fahrkomfort. Hierunter fallen zum Beispiel elektronische Einparkhilfen und der Tempomat. Auch die übersichtlich und sinnvoll angebrachten Bordinstrumente tragen zu einem hohen Komfort beim Fahren bei. Eine weitere Gemeinsamkeit: Die unterschiedlichen Infotainment-Bestandteile sind problemlos bedienbar, ohne die Gebrauchsanweisung des Autos lesen zu müssen.

Auch der Sitzkomfort ist bei den aufgelisteten Fahrzeugen gegeben. Alle Sitze sind höhenverstellbar und bieten durch ihre Form eine stabile Sitzposition für ältere Menschen mit Rückenschmerzen.

3. Vor- und Nachteile beim Kauf eines neuen Seniorenautos

Neben den bereits genannten Kriterien und Anforderungen, die ein Seniorenauto erfüllen sollte, ist natürlich auch der Preis eine entscheidende Komponente für den Autokäufer. Insbesondere Neuwagenpreise wirken auf den ersten Blick zu hoch. Außerdem verlieren Neuwagen schnell an Wert. Dem gegenübergestellt bieten Neuwagen genau die Ausstattungsdetails, die Sie sich wünschen und die einen hohen Komfort beim Fahren ermöglichen. Umfangreiche Garantieleistungen und ein niedriger Kraftstoffverbrauch sind weitere Gründe, warum sich viele, insbesondere ältere Autokäufer gegen einen Gebrauchten und für einen Neuwagen entscheiden.

Vorteile

  • Hohe Sicherheit
  • Individuelle Wahl von Farbe und Ausstattung
  • Neuste Technik
  • Besserer Kraftstoffverbrauch und Abgaswerte
  • Volle Garantie
  • Kaum Reparaturen nach dem Kauf

Nachteile

  • Höhere Anschaffungskosten
  • Größerer Wertverlust
  • Kürzere Wartungsintervalle

Im Sinne der Nachhaltigkeit und Umweltschonung bleibt zudem zu überlegen, ob für Sie ein Elektro-Modell oder eine Erdgas-Variante infrage kommt.

4. Merkmale erkennen und so das passende Seniorenauto finden

Es gibt Fahrzeuge, die alle gewünschten Anforderungen und Vorteile vereinen und dafür sorgen, dass Fahrspaß, Komfort und Mobilität auch im Alter nicht zu kurz kommen. Das funktioniert im neuen Kombi oder im bequemen SUV sehr gut.

Am besten prüfen Sie einfach für sich, worauf Sie bei einem Wagen besonderen Wert legen und testen mehrere Modelle bei einer Probefahrt. So finden Sie heraus, ob es lieber ein Kombi mit geräumigem Kofferraum und einfacher Bedienoberfläche oder ein SUV mit großer Einstiegs- und optimaler Sitzhöhe sein soll.

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